In diesen Tagen wird man von sozialen Medien, Nachrichten und anderen Berichterstattungen geradezu mit Informationen überflutet, eine Hiobsbotschaft jagt die andere. Da ist es gar nicht so einfach, sich nicht hinunterziehen und beherrschen zu lassen von der allgemeinen Angst. Ja, ich bin auch besorgt, sehr sogar, aber ich versuche trotzdem die negative Stimmung nicht zuzulassen. Wenn es mir nicht so gut geht, lenke ich mich mit Dingen ab, die ich sehr gerne mache. Das kann für jeden individuell etwas anderes sein, ich dekoriere gern, hab auch wieder Zeit zum Basteln gefunden (mich beruhigt tatsächlich der Geruch von Heißkleber) und es werden viele Lieblingsgerichte gekocht.
Eine ganz liebe Überraschung
Letzte Woche hatte ich sogar einmal einen Anfall von Putzwut und den musste ich ganz schnell ausnützen, ich habe mich über die Fliesenfugen im Bad hergemacht. Da klingelte es und als ich die Haustüre aufmachte, lag ein traumhaft schöner Tulpenstrauß vor der Tür. Meine Tochter winkte mir aus dem Autofenster zu und ich musste mir ein Tränchen der Rührung verdrücken, gern hätte ich sie ganz fest gedrückt. Sie weiß natürlich, wie sehr ich Blumen liebe und hat beim Blumen-Take-Away der Kunstgärtnerei Doll in Salzburg (Werbung) diese dekorativen Papageientulpen für mich bestellt.
Diese Schönheiten musste ich natürlich in Szene setzten und vor der dunklen Wandfarbe wirken sie besonders edel. Die kleinen Metallringe an der Wand habe ich mit Olivenzweigen, Federn und einigen Wachteleiern minimalistisch geschmückt und über ihren alljährlichen Auftritt freuten sich natürlich auch meine zwei hübschen Porzellanhasen.
Welche Bedeutung hat es in dieser Zeit Blumen zu kaufen? Sie kosten Geld, brauchen Pflege und man kann sie nicht essen, ihre einzige Funktion ist es, schön zu sein. Doch ich habe gelesen, wo ein Platz für Schönheit ist, ist auch Platz für Hoffnung.



Lieblingsgerichte – gemeinsam kochen und genießen
Wie Pizza und Pasta gehört Risotto zur italienischen Küche und macht einfach glücklich. Ständiges Rühren ist das Wichtigste, damit der Reis die zugegebene Flüssigkeit aufsaugt und das Risotto so richtig schön cremig wird. Man kann Risotto je nach Saison oder Geschmack mit beliebigem Gemüse machen, besonders gut schmeckt es uns mit Spargel und einem Glas kühlen Weißwein.


Spargelrisotto:
Zutaten:
für 2 – 3 Personen
200 Risottoreis (Vialone oder Arborio)
1 Zwiebel
1 EL Olivenöl
100 ml Weißwein
700 ml Gemüsebrühe
70 g Parmesan gerieben
50 g Butter in Stücken eiskalt
500 g Spargel
2 Scheiben Prosciutto
Zubereitung:
Den Spargel schälen, die Spitzen großzügig abschneiden und beiseite legen, den Rest in ca. 2 cm lange Stücke schneiden. Die Zwiebel klein schneiden und in einem geräumigen Topf mit einem EL Olivenöl andünsten. Dann kommt der Reis dazu, kräftig durchrühren und mit dem Weißwein ablöschen. Erst wenn der Weißwein vollständig aufgesogen ist, kommt nach und nach etwas Gemüsebrühe dazu, ständiges Rühren ist essenziell. Nach ungefähr 5 Minuten gebe ich die Spargelstücke dazu. In der Zwischenzeit brate ich in ganz wenig Olivenöl den Prosciutto für das Topping knusprig und die Spargelspitzen ganz langsam in etwas Butter.
Wenn der Reis al dente ist, das Risotto vom Herd nehmen und den Parmesan und die eiskalten Butterstücke zügig einarbeiten bis alles vollständig geschmolzen ist. Eventuell noch etwas salzen, mit Spargelspitzen, Prosciutto und etwas Parmesan servieren.
Buon Appetito!

Alles Liebe
Regina



Kommentar verfassen