Der Frühling hat es heuer nicht leicht, ja doch zu Ostern hatten wir herrlichen Sonnenschein. Die letzte Woche hat es bei uns im Salzburger Land wieder fast jeden Tag geschneit und es war so kalt, dass der Schnee liegen blieb. Das grausige Wetter verlangte nach Soulfood. Paprikahendl mit Bärlauchnockerl ist ein frühlingshaftes Soulfood und den Bärlauch für die Bärlauchnockerl habe ich bei uns im Garten unter dem Schnee ausgegraben. Das Rezept gibt es am Ende des Beitrags. Dieses Wochenende ist der Frühling zurückgekommen, einfach herrlich. Die Sonne scheint und der Schnee ist weg, am Teich blühen schon die Sumpfdotterblumen, wir werden ein bisschen Garteln, in der Sonne sitzen und dann noch vielleicht einen kleinen Ausflug machen.

Mein Look mit weißer Jeans
In der letzten Ausgabe der Elle ging es fast das ganze Heft um nachhaltige Looks. Besonders nachhaltig finde ich ist es, wenn man sich nicht zu viele, sondern nur einige ausgewählte Kleidungsstücke für die neue Saison kauft. Mein kompletter Look ist, bis auf die weiße Jeans, schon älter. Selbst wenn ich wieder einmal nicht widerstehen kann und etwas bei Zara und Co kaufe, achte ich immer auf die Qualität des Materials und sortiere nicht alles nach einer Saison wieder aus. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich schon lange ein Fan von minimalistischen und schlichten Looks bin, meine Kleidung gut pflege und so länger als eine Saison Freude daran habe. Die weiße Jeans ist neu und für mich ein Muß im Frühling. Sie ist superbequem, taillenhoch und mit modisch weiter geschnittenem Bein. Die neue Beinfreiheit ist so gemütlich, dass ich im Moment die Skinny Jeans links liegen lasse.






Paprikahendl, dieses Gericht stand in meiner Kindheit oft auf dem Speiseplan. Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und wenn ein Huhn keine Eier mehr legte, dann wurde es eben geschlachtet. Das waren natürlich keine jungen Tiere mehr, sie schmeckten wahrscheinlich nur als Suppenhuhn oder als Paprikahendl mit sehr viel Soße gut. Das Fleisch aß ich damals sowieso nie, weil ich meiner Großmutter doch immer wieder beim Schlachten, Ausnehmen und Rupfen zugeschaut habe.
Das Gericht stammt ursprünglich aus dem pannonische Raum und ist aus der österreichischen Küche nicht mehr wegzudenken. Ich bereite es etwas anders zu als meine Großmutter, die übrigens eine hervorragende Köchin war, ich verwende nicht nur Paprikapulver sondern auch frische Paprikaschoten. Zusammen mit den Bärlauchnockerl ist das Gericht nicht nur farblich hübsch anzusehen, es schmeckt auch köstlich.

Paprikahendl
Zutaten für 4 Personen:
1 ganzes Huhn
(es können auch nur Hühnerkeulen oder nur Hühnerbrüste verwendet werden, je nach Vorliebe)
3 rote Spitzpaprika in grobe Würfel geschnitten
1 große Zwiebel klein geschnitten
2 EL Pflanzenöl
1 Knoblauchzehe
1 EL Paprikapulver edelsüß
1 EL Tomatenmark
300 ml Hühnersuppe
2 EL Sauerrahm
1 Spritzer Zitronensaft
Das Hendl in Teile zerlegen, salzen, pfeffern und mit etwas Mehl bestäuben. Öl in einem großen Topf erhitzen und die Hendlteile scharf anbraten, herausnehmen und warm stellen. Paprika, Zwiebel und Knoblauch im verbliebenen Öl gut durchrösten, mit Paprikapulver bestreuen, das Tomatenmark dazugeben, gut durchrühren und mit der Hühnersuppe aufgießen. Jetzt kommen die Hühnerteile dazu und das Gericht wird für ca. 20 Minuten gedünstet. Die Hühnerteile wieder herausnehmen, ich gebe sie in eine ofenfeste Form und kurz unter den vorgeheizten Backofengrill, weil ich die weichgedünstete Hühnerhaut nicht mag. Die Soße wird in der Zwischenzeit mit dem Sauerrahm fein püriert, das geht perfekt im Thermomix, funktioniert aber auch mit einem Pürrierstab. Mit Zitronensaft Salz und Pfeffer abschmecken.
Bärlauchnockerl
3 Eier
1 große Handvoll (Bund) Bärlauch
250 Sauerrahm
300 g Mehl
Salz
Den Bärlauch gut waschen und etwas mehr als die Hälfte kurz mit kochendem Wasser übergießen und gut ausdrücken. Jetzt mit dem Stabmixer die Eier mit dem frischen und dem blanchierten Bärlauch gut durchmixen und salzen. Dann zuerst den Sauerrahm untermengen (nicht mit dem Mixer, sonst wird es zu flüssig) und dann mit dem Mehl zu einem glatten Nockerlteig verarbeiten.
Ich lasse den Nockerlteig immer etwas ruhen, bevor ich die Masse durch das Nockerlsieb in das kochende Wasser streiche. Sie sind nach ca. 2 Minuten fertig, abgießen und in etwas Butter schwenken.
Schmecken auch super als Hauptgericht nur mit geriebenem Parmesan bestreut und einem kleinen Salat dazu.

Hoffentlich fällt der vorhergesagte Schlechtwettereinbruch für kommende Woche aus und der Frühling ist gekommen um zu bleiben.
Alles Liebe
Regina
Mein Look:
Jeans: von Someday (Affiliatelink)
Kaschmirpolo: H&M Premium Selection vorletzte Saison (ähnliches hier)
Leinenmantel: Zara (schon einige Jahre alt)
Tasche: Jil Sander



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