Es hat schon auch seinen Vorteil, wenn man ein gewisses Alter hat. Die Kinder sind groß und aus dem Haus und man braucht sich nicht mehr an die Ferien halten um zu verreisen. Wir lieben ja Italien und in ein paar Stunden sind wir mit unserem Cabrio am Meer. Der Vorteil, Ende April kann es schon richtig warm sein, sehr gute Hotels sind noch leistbar und das Allerschönste ist, man hat den Strand noch fast für sich alleine.
Wir haben uns dieses Mal das Falkensteiner Hotel in Jesolo ausgesucht, weil es von da aus ein Katzensprung nach Venedig ist. Ich war schon einige Jahre nicht mehr in Venedig und wollte unbedingt einen Tag dort verbringen. Aber zuerst einmal war Entspannung angesagt. Schon vor dem ausgezeichneten Frühstück der erste Strandspaziergang, Lesen, die Seele baumeln lassen, Aperol trinken und am Abend gut essen gehen, so schaut ein feiner Urlaubstag aus. Obwohl der Pool sehr angenehm beheizt ist, war mein Mann jeden Tag im Meer schwimmen.





Nach zwei Tagen Erholung ging es dann nach Venedig. Es sind nur ca. 20 km nach Punta Sabbioni und schon die Cabriofahrt durch diese schönen Alleen ist ein Erlebnis. Der Parkplatz ist gebührenpflichtig und wir haben 5 Euro bezahlt. Die Überfahrt mit der Fähre dauert ungefähr 35 Minuten, man schlängelt sich zwischen Lido und einigen kleineren Inseln direkt zur Anlegestelle Zaccaria (San Marco).
Dann ist man auch schon mittendrin in der Menschenmenge (ich mag mir gar nicht vorstellen wie es hier im Juli und August zugeht) die alle erst einmal Richtung Markusplatz strömen. Aber wenn man versucht die Touristenpfade ein bisschen zu verlassen, kann man den morbiden Charme dieser Stadt schon noch spüren.


Direkt an der Rialtobrücke befindet sich das Luxuskaufhaus Fondaco dei Tedeschi, die historische Architektur und das Ambiente sind wunderschön. Auch wenn man hier nichts kaufen will, kann man mit der Rolltreppe oder dem Aufzug hinauf zur hölzernen Dachterrasse, von dort aus hat man einen spektakulären Ausblick über die Lagunenstadt (noch kostenfrei).

Nach ein paar Stunden Herumschlendern, Atmosphäre genießen und gutem Essen in einer kleinen Trattoria in einem romantischen Innenhof, freuten wir uns auf unsere gemütliche Strandliege. Wir kauften uns noch ein Gelato und machten uns auf den Weg zurück zur Anlegestelle.
Der nächste Tag war auch schon wieder der letzte von unserm Kurzurlaub in Italien. Wir hatten noch ein paar gemütliche Stunden am Strand, bevor wir uns von diesem wunderschönen Ort wieder verabschiedeten.
Wir fuhren nicht gleich auf die Autobahn, sondern machten noch einen kurzen Abstecher nach Portogruaro, eine eher wenig bekannte, aber entzückende italienische Stadt. Sie ist wirklich einen Besuch wert aufgrund des Charmes des Flusses Lemene und der vielen antiken Paläste aus dem Mittelalter und der Renaissance. Portogruaro ist auch als das kleine Venedig vom Festland bekannt.


Ciao, bella Italia, wir kommen bald wieder!
Ganz liebe Grüße
Regina



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